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Kometen


Komet Halebopp
Dieses Bild vom 11. März 1997 zeigt den Kometen Hale-Bopp.

Kometen sind kleine Himmelskörper, die in Sonnennähe (bei steigender Hitze) einen Schweif haben, der eine Länge von mehreren 100 Millionen Kilometern erreichen kann. Meistens sind sie aber nur einige 10 Millionen Kilometer lang. Kometen werden durch ihr Erscheinungsintervall in periodische Kometen und aperiodische Kometen aufgeteilt. Aperiodische Kometen, sind Kometen die aufgrund ihrer Umlaufbahn nicht mehr wiederkehren, oder nur einmal beobachtet wurden und die Umlaufbahn nicht bestimmt werden konnte. Periodische Kometen, sind Kometen, deren Wiederkehr durch ihre Bahnelemente gesichert ist, also die Sonne auf einer stabilen Umlaufbahn umkreisen (für einen gewissen Zeitraum). Durch den hohe Anteil an flüchtigen Substanzen wie zum Beispiel Wasser und Kohlenmonoxid müssen Kometen im Äußeren des Sonnensystems entstanden sein, denn Kometen verlieren mit jedem Sonnenumlauf einen kleinen Teil ihrer Masse und im Inneren des Sonnensystems würden sie durch die Sonne viel zu schnell an Masse verlieren. Bei diesem Masseverlust handelt es sich aber um die flüchtigen Bestandteile, sodass die Kometen nach einigen hundert Sonnenumläufen kaum noch als Kometen zu erkennen sind, da nur noch ein harter Kern übrig bleibt. Es ist also ein System notwendig, der die heute sichtbaren Kometen aus ihren Sonnenfernen Bahnen in Sonnennähe bringt. Für Kometen mit einer kurzen periodischen Umlaufbahn vermutet man, dass Kollisionen von Objekten aus dem Kuipergürtel dafür verantwortlich sind, dass Bruchstücke ins Innere des Sonnensystems gelangen. Der Streuprozess von Kometen mit einer langen periodischen Umlaufbahn ist noch nicht bekannt, es wird aber oft der Einfluss von vorbeiziehenden Sternen oder nicht entdeckten Planeten oder ein noch unbekannter Begleitstern der Sonne (Nemesis) als Ursache genannt. Treten Meteorströme am Nachthimmel auf, kreuzt die Erde die Bahn von Kometen (Meteoriten sind Kometen, die in der Atmosphäre verglühen). Die bekanntesten Meteorströme sind die Leoniden und die Perseiden. Diese Meteorströme sind von der Erde aus als Sternschnuppen leicht zu beobachten. Beim Durchflug durch die Atmosphäre verglühen die meisten Meteoriten komplett, und so wurden bisher noch keine Meteoriten entdeckt, die garantiert von einem Kometen stammen. Die Untersuchung von Kometen ist aber für das Verständnis der Entstehung des Sonnensystems sehr wichtig, so dass Missionen mit Raumsonden wie Deep Impact oder Rosetta durchgeführt werden, die das Kometenmaterial vor Ort untersuchen. Der Stardust-Mission ist es erstmals gelungen, Proben aus dem Schweif eines Kometen zur Erde zurück zu bringen und für Untersuchungen im Labor zur Verfügung zu stellen.